Behandlung von Sodbrennen

 

 

 

Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, Sodbrennen zu lindern. In erster Linie bietet sich natürlich immer die schonende, konservative Behandlung an. Sollten entsprechende Maßnahmen nicht helfen, so gibt es zahlreiche gut verträgliche Medikamente (darunter viele rezeptfrei erhältlich), die in aller Regel schnelle Linderung versprechen. Als letzte Möglichkeit kommt außerdem noch eine Operation in Frage.

Konservativ:

Die allgemeine Therapie sieht bei leichten Beschwerden in erster Linie einfach zu realisierende Maßnahmen vor wie:

 

 

Medikamentös:

Eine medikamentöse Therapie wird erforderlich, wenn aus dem Sodbrennen bereits eine größere Entzündung, also eine Refluxösophagitis wurde. Es stehen grundsätzlich folgende Medikamente zur Behandlung von Sodbrennen zur Verfügung:

Diese Medikamentengruppe ist inzwischen in niedriger Dosierung auch als freiverkäufliche Arznei zu erhalten. Sollten die Beschwerden jedoch anhalten, so ist eine Weitere Untersuchung beim Arzt auf jeden Fall nötig, wo dann unter Kontrolle auch ein Präparat in entsprechend höherer Dosierung zum Einsatz kommen kann.

Medikamente dieser Gruppe gibt es ebenfalls in frei verkäuflicher Form als Tabletten in der Apotheke zu kaufen. Ein Besuch beim Arzt ist auf jeden Fall notwendig, wenn die Beschwerden trotz der Einnahme nicht nachlassen, bzw. längere Zeit andauern.

Auch diese Arzneimittel sind, meist in flüssiger Form oder als Kautabletten in der Apotheke frei erhältlich. Sie können zu Verstopfung führen. Einige enthalten Aluminiumsalze und sind daher zur längeren Einnahme nicht empfehlenswert. Bitte wenden Sie sich hierfür an Ihren Apotheker. Ebenso wie oben gilt auch hier, bei länger bestehenden Beschwerden sollte ein Arzt konsultiert werden.

Da es nach einer Refluxösophagitis bei mehr als 50% aller Betroffenen zu einem sogenannten Rezidiv, also einem Wiederkehren der Symptome und der Erkrankung kommt wird häufig eine Langzeit-Rezidivprophylaxe mit den oben genannten Protonenpumpenhemmern angestrebt. Ob und wann dies nötig ist muss durch einen Arzt abgeklärt werden. Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle ist also auch hier unbedingt nötig.

 

Operativ:

Bei Versagen der konservativen und medikamentösen Therapie kann eine Operation, bei der eine sogenannte Fundusmanschette um den Schließmuskel der Speiseröhre gelegt wird, der den Verschlussdruck erhöht nötig sein. Dies führt bei 80% der Patienten zu einem guten Ergebnis.

 

Da bei schon bestehendem Barett-Syndrom das Risiko an einem Karzinom(Krebs) zu erkranken weitaus höher liegt, wird eine jährlich stattfindende Kontrolle durch eine Spiegelung sowie die Entnahme von Gewebeproben der betroffenen Stellen empfohlen.

 

In manchen Fällen kann man die betroffenen Zellen auch schon bei einer Magenspiegelung abtragen. Man nennt dieses Verfahren dann Endoskopische Mukosaresektion (EMR)

 

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